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Gleichstellung

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Der VSUZH hat am 16. November 2022 das folgende Positionspapier zur Gleichstellung verabschiedet:

Positionspapier Gleichstellung

Positionspapier

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Schwerpunkt

 
Gleichstellung ist noch nicht erreicht. Die Universität Zürich (UZH) soll ein Ort sein, an dem sich alle Menschen gleichermassen entfalten können, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozioökonomischer Situation oder Behinderung. Damit dies an der UZH erreicht werden kann, setzt sich der VSUZH dafür ein. Dies geschieht unter anderem durch die studentische Gleichstellungskommission (GSK), welche im Jahr 2022 ein Positionspapier mit Forderungen an die Universität erstellt hat, die bis heute noch hochaktuell sind.
 
Zugänglichkeit
Bildung ist ein Menschenrecht und dies sollte sich im Universitätsalltag widerspiegeln. Dazu gehört, dass finanzielle Hürden kein Ausschlusskriterium sind, dass ein Studium mit verschiedenen Lebensrealitäten vereinbar ist und dass sich alle Menschen physisch und sozial barrierefrei auf dem Campus bewegen können. Es darf kein Nachteil sein, wenn Studierende neben dem Studium arbeiten müssen, Kinder haben, auf einen Rollstuhl angewiesen sind oder als geflüchtete Person an die UZH kommen.
 
Lehre und Forschung
Gleichstellung soll auch im Vorlesungssaal erreicht werden. Welche Perspektiven in der Lehre vorkommen und welche fehlen, ist relevant. Nur durch ein Bewusstsein für eine inklusive und diverse Universität kann es gelingen, dass im Vorlesungssaal Vorbilder entstehen, Sensibilität wächst und ein Reichtum an Perspektiven verschiedene Lebensrealitäten zur Norm werden lässt.
 
Raumpolitik
Auch die Gestaltung des Campus vermittelt Inklusion oder eben nicht: Wessen Bedürfnisse werden in der Infrastruktur mitgedacht und wessen nicht? Wer findet hier Räume zum Rückzug, zur Stille, zum Stillen? Wer fühlt sich in den sanitären Anlagen wohl? Uns ist wichtig, dass die UZH diese Fragen ernst nimmt und nicht als Randthemen behandelt. Der VSUZH setzt sich bei den Neubauten Forum und Portal für das frühzeitige Mitdenken dieser Bedürfnisse ein und probiert, wo immer möglich Anpassungen für bestehende Gebäude vorzuschlagen.
 
Diverse Repräsentation
Eine diverse Repräsentation ist für die Entwicklung der UZH ebenso wichtig. Der VSUZH hat Einsitz in die wichtigsten Gremien der UZH und vertritt dort diejenigen Personengruppen, welche institutionell zu wenig zu Wort kommen. Hier erhältst du einen Überblick über alle Gremien und kannst direkt dafür kandidieren, insbesondere wenn du Person aus einer marginalisierten Gruppe bist.
 
Anlaufstellen
Menschen, die auf dem Campus Diskriminierung jeglicher Art erleben, müssen wissen, wo sie Unterstützung finden. Anlaufstellen müssen existieren, bekannt sein und niederschwellig zugänglich sein. Der VSUZH setzt sich dafür ein: So haben wir etwa im Bereich sexuelle Belästigung durch ein Informationszugangsgesuch erreicht, dass die UZH die Jahresberichte der Kommission “Schutz vor sexueller Belästigung” (RSB) nun jährlich veröffentlicht. Diese Transparenz macht die Anzahl betroffener Personen sichtbar und bildete die Grundlage für Forderungen des VSUZHs zur Verbesserung der Anlaufstelle. Aufgrund von Blockaden sind diese jedoch bisher nicht bei der erweiterten Universitätsleitung angekommen. Dafür hat sich eine Projektgruppe gebildet, die momentan die Anlaufstelle überarbeitet. Mehr Informationen im ZS-Artikel
Darüber hinaus bietet der VSUZH seinen Mitgliedern eine kostenlose Rechtsberatung und hat verschiedene Anlaufstellen hier aufgelistet.
 
Equal Pay Day
Neben den inhaltlichen Positionen macht die Gleichstellungskommission Ungleichheiten auch durch Aktionen sichtbar. Mit dem jährlichen Equal Pay Day (EPD) wird der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen thematisiert. Bezogen auf den Medianlohn verdienen Frauen weniger als Männer und der EPD zeigt auf, umgerechnet in Zeit, wie lange Frauen pro Jahr ohne Lohn arbeiten, bevor auch sie für ihre Arbeit bezahlt werden. Dies, obwohl Lohndiskriminierung in der Schweiz laut dem Gleichstellungsgesetz illegal ist. Über die letzten Jahre hat sich der EPD erfreulicherweise immer weiter nach vorne verschoben. Dadurch fällt er aber in die vorlesungsfreie Zeit, was einen Aktionstag in der Form von 2023 erschwert. Im Jahr 2026 war der EPD der 13. Februar. Damit der EPD aber nicht verschwindet, überlegen wir uns alternative Veranstaltungen zu dem Thema.
 
Interessierst du dich für Gleichstellung und willst deinen Teil beitragen? Dann ist unsere Kommission genau das Richtige für dich! 

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